Fahrplanänderung am Bahnhof in Emmendingen - Sabine Wölfle erkundigt sich bei Verkehrsministerium

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Zu Jahresbeginn erfuhr die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle von einer möglichen Fahrplanverschiebung des Regionalverkehrs am Bahnhof in Emmendingen. Kurzerhand erkundigte sich Wölfle beim Landratsamt und richtete eine parlamentarische Anfrage an das zuständige Verkehrsministerium. Die Antworten liegen nun vor.

Tatsächlich werden sich die Züge am Bahnhof Emmendingen nach den Plänen des Verkehrsministeriums in Zukunft nicht mehr begegnen. Zudem wird der Regionalexpress nicht mehr jede Stunde zur gleichen Zeit halten. Zwischen der geraden und der ungeraden Stunde wird es Verschiebungen von rund 20 Minuten geben. Das neue Fahrplankonzept - welches vom Verkehrsministerium zum Juni 2020 eingeführt werden soll - sieht einen schnellen und einen langsamen Regionalexpress vor. Aktuell begegnen sich die Züge aus Freiburg und Offenburg zur Minute 15 und zur Minute 40. In Zukunft jedoch soll die S-Bahn in Richtung Freiburg zur Minute 42, der schnellere Regionalexpress zur ungeraden Stunde zur Minute 03 und der langsamere Regionalexpress zur geraden Stunde zu Minute 20 abfahren. Die S-Bahn in Richtung Offenburg hingegen wird voraussichtlich zur Minute 15, der schnellere Regionalexpress in der geraden Stunde zur Minute 53 und der langsamere Regionalexpress in der ungeraden Stunde zur Minute 43 fahren. Die geplanten Zeiten lassen somit keinen vernünftigen Busanschluss in Emmendingen mehr zu.

Auf Nachfrage Wölfles beim zuständigen Ministerium verwies man darauf, dass man nicht alle Wünsche berücksichtigen könne. Stattdessen sehe das Land „Aufgabenträger des Busverkehrs“ in der Verantwortung „passende Anschlussverknüpfungen“ herzustellen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle kritisiert, dass man bei der Erstellung von Verkehrsplänen anscheinend keine Gesamtschau in Erwägung zieht. „Dass jetzt Pendlerinnen und Pendler am Bahnhof Emmendingen auf alternative An- und Abreisemöglichkeiten zu den Zügen angewiesen sind, ist für mich Zeichen verfehlter Verkehrspolitik. Es ist vollkommen widersinnig, einerseits Pendler von der Straße holen zu wollen und im selben Atemzug die Verantwortung auf die Kommunen abzuwälzen“, so die hiesige SPD-Abgeordnete. Auch der Teninger Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker zeigt sich enttäuscht von den Plänen der Landesregierung: „Das ist eine massive Verschlechterung der ohnehin schon schwierigen Situation auf der Rheintalbahn. Den Kommunen wird es nahezu unmöglich eine halbwegs akzeptable Taktung der Zubringerbusse zu organisieren. Damit werden die Gemeinden alleine gelassen. Diese Fahrplanumstellung wirft uns im Bemühen um einen nachhaltigen Taktverkehr um Jahre zurück. Darum fordere ich, dass hier nochmals deutlich nachgebessert wird“, so Hagenacker.

Nachholbedarf sieht die Landtagsabgeordnete auch beim Thema Pünktlichkeit und Zugausfälle. Über 10% der Züge auf der Strecke Freiburg-Emmendingen-Offenburg sind zu spät. Hierbei sind Verspätungen unter sechs Minuten noch nicht einmal statistisch berücksichtigt. „Erschwerend kommt hinzu, dass in den vergangenen drei Jahren 843 Züge auf dieser Strecke ausgefallen sind. Das darf kein Dauerzustand sein“, bemängelt Wölfle.

 

Homepage Sabine Wölfle MdL

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